Kochen kann jeder!
Oder?

Ok, “Kochen” ist wahrscheinlich kein Fremdwort für euch. So prinzipiell bedeutet Kochen erst mal „Essen zubereiten“. Dabei gibt es aber feine Unterschiede mit oft phänomenalen Ergebnissen. Unter uns: Alles, was im Backofen war, schmeckt mir besonders gut. Aber wisst ihr eigentlich, was die Bedeutung von Kochen im engeren Sinne ist? Es bedeutet, ein Lebensmittel in reichlich Wasser bei einer Temperatur von bis zu 100 °C zuzubereiten. Soviel schon einmal dazu. 🙂

Ganz klassisch: Braten

Braten bedeutet entweder bei circa 160 °C in einer Pfanne oder bei 160 bis 250 °C im Ofen garen – bei gleichzeitiger Bräunung der Oberfläche. Das ist das Wichtigste dabei. Die Bräunung entsteht aufgrund einer chemischen Reaktion, bei der die leckeren Röstaromen gebildet werden. Für die Wissbegierigen unter uns: Das Ganze nennt sich Maillard-Reaktion. Dabei reagieren Eiweißbausteine aus dem Fleisch (die Aminosäuren) mit Zucker.

Das sogenannte Kurzbraten eignet sich für kleine und/oder flache Fleischstücke. Da geht es einfach etwas schneller. Beide Methoden bringen eine schmackofatzo-Kruste und einen geringen Wasserverlust mit sich – top!

Besonders im Sommer beliebt: Grillen

So, das ruft jetzt die Männer auf den Plan. Oder ist das ein Klischee? Mageres Geflügelfleisch ist jedenfalls zum Grillen besonders gut geeignet, da kein Fett in die Glut tropfen kann. Überhaupt ist es eine sehr schonende Garmethode, bei der nur ein geringer Vitaminverlust auftritt. Das betrifft vor allem die Vitamine der B-Gruppe, die sind nämlich in Hähnchen- und Putenfleisch in nennenswerten Mengen enthalten. Zum Vergleich: Beim Kochen werden die wasserlöslichen Vitamine mit dem Kochwasser ausgewaschen. Beim Braten hat man vergleichsweise hohe Fettzugaben.

Grillen ist übrigens die heißeste Garmethode mit Temperaturen von 250 bis 350 °C und dadurch die schnellste. Es bildet sich sehr schnell eine Kruste, die das Aroma schützt und zusätzliche Röstaromen liefert. Man unterscheidet direktes und indirektes Grillen. Beim ersten wird das Fleisch direkt über der Glut gebrutzelt, das ist toll für die Röstaromen, die auch beim Braten so gut rauskommen. Indirektes Grillen ist etwas schonender und nutzt die Hitze der Glut, ohne das Fleisch direkt darüber zu halten. Ein Deckel ist hier hilfreich, Alufolie oder -schalen funktionieren aber auch.

Und dann gibt es da ja auch noch das Schmoren

Klingt so ein bisschen nach Omma, dabei sind die Ergebnisse der Knaller! Beim Schmoren wird das Geflügelfleisch zuerst kräftig angebraten, dann mit Brühe, Fond, Wasser oder Wein abgelöscht und dann in einem Bräter mit geschlossenem Deckel langsam bei höchstens 100 °C gegart. Dadurch bleibt das Fleisch saftig und nimmt gleichzeitig den Geschmack des Fonds an.

Es gibt noch weitere, ausgefallenere Garmethoden. Die stellen wir euch im Laufe der nächsten Zeit vor 😉

Unser Garmethoden-ABC:

Außerdem haben wir euch zusammengestellt, welche Garmethoden sich hervorragend für Hähnchenkeulen eignen.