„Eigentlich bin ich nie krank.“ Und schwupps: krankgeschrieben. Jeder hat solche Freunde, oder? Für all diejenigen, die es ebenfalls erwischt hat – jetzt ist schließlich Winter und damit Schnupfnasen-Hochsaison – habe ich hier ein paar gute Nachrichten:

Die heilende Wirkung der Hühnersuppe ist wissenschaftlich erwiesen

An dem Gesund-und-Munter-Macher-Image der Hühnersuppe ist also tatsächlich was dran. Mehrere Studien belegen die positiven Eigenschaften der Hühnersuppe:

  • Forscher der Universität Nebraska zeigten im Laborversuch, dass Hühnersuppe bestimmte weiße Blutkörperchen blockiert, die Entzündungen und Schwellungen der Schleimhäute auslösen können.
  • Der Eiweißstoff Cystein, der entzündungshemmend und abschwellend wirkt, wird dank Geflügelfleischeinlage in wirkungsvollen Mengen mit jeder Portion Gesund-Macher-Suppe mitgeliefert.
  • Das immunsystemstärkende Spurenelement Zink ist in Hähnchen- und Putenfleisch in so beachtlichen Mengen enthalten, dass bereits 100 Gramm Fleisch pro Suppenteller gut 10 Prozent des Tagesbedarfs an Zink decken und dem Immunsystem so noch mal neue Kräfte verleihen.
  • Außerdem liefert Geflügelfleisch Eisen und B-Vitamine – beides ist unerlässlich für einen funktionierenden Stoffwechsel, der auch während einer Erkältung auf Hochtouren arbeiten muss, damit man schnell wieder auf die Beine kommt. Gerade der Mineralstoff Eisen hilft dabei, sich wach und fit zu fühlen.

Warum Suppe uns gut tut

Das insbesondere Hähnchen- oder Putenfleisch seine wohltuende Wirkung in der Suppe entfaltet, liegt am Zusammenspiel mit den ohnehin positiven Eigenschaften der heißen Mahlzeit.

  • Suppe versorgt den Körper mit Flüssigkeit. Bei einem grippalen Infekt ist das entscheidend, um die Genesung voranzutreiben.
  • Sie ist gut verträglich, da sie vorwiegend gekochte Lebensmittel enthält.
  • Sie wärmt von innen – das ist sehr angenehm. Viel wichtiger ist aber, dass die Hitze hilft, die Schnupfenviren zu bekämpfen. Denn die sind temperaturempfindlich und werden so in ihrer Vermehrung gehemmt. Mein Tipp: Chili oder Ingwer dazugeben. Die heizen den kleinen bösen Krankmachern nämlich noch mehr ein!
  • Suppe hat zudem einen Vorteil bei der Zubereitung: Wird Gemüse nämlich gegart, gehen viele Vitamine und Mineralstoffe ins Kochwasser über, das dann weggeschüttet wird. Die Inhaltsstoffe gehen also verloren. Bei der Suppe hingehen bleiben sie drin, da das Gemüse ja direkt in der Brühe gekocht wird. Und Kräuter, die zum Garnieren oder direkt im Eintopf verwendet werden, liefern noch einmal zusätzliche Vitalstoffe.

Noch ein paar Tipps für alle Suppenkasper:

Flüssigkeiten bleiben nicht besonders lange im Magen – Suppen sättigen also nicht so nachhaltig wie feste Speisen. Der Trick: Suppen nicht allzu fein pürieren, sondern gerne noch etwas stückig lassen, zum Beispiel bei Linsen oder anderen Gemüsesuppen. Und natürlich das Geflügelfleisch nicht vergessen! Denn Eiweiß macht satt!

So kann der Winter kommen!

Was macht ihr, wenn ihr erkältet seid?

Unsere Suppenrezepte im Überblick: