Frisches Geflügelfleisch ist ein Naturprodukt und daher nur wenige Tage im Kühlschrank haltbar. Da ich aber immer gerne welches zu Hause habe, friere ich es ab und zu ein. Bereits beim Kauf tiefgefrorenes Geflügelfleisch könnt ihr in der Originalverpackung im Tiefkühlfach bei -18 °C bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum aufbewahren. Frisch gekauftes Hähnchen- oder Putenfleisch verpackt man einfach vor dem Einfrieren in Gefrierbeutel.

Bei der Zubereitung von tiefgefrorenem Geflügelfleisch gibt es ein paar Punkte zu beachten. Deshalb habe ich euch eine kleine Checkliste gemacht:

  • Selbst eingefrorenes Geflügelfleisch ist acht bis zehn Monate haltbar.
    Bevor ihr das Fleisch zubereiten könnt, muss es vollständig aufgetaut sein. Ansonsten gart das Fleisch unregelmäßig.
  • Vor dem Auftauen müsst ihr natürlich die Umverpackung entfernen. 😉 Legt das Fleisch dann in ein Sieb und hängt es in eine große Schüssel. So kann die Auftauflüssigkeit abtropfen. Bevor ihr die Schüssel dann abgedeckt in den Kühlschrank stellt, solltet ihr noch mal prüfen, dass genügend Abstand zwischen Fleisch und Schüsselboden ist. Denn das aufgetaute Fleisch sollte nicht mit der Flüssigkeit in Kontakt kommen. Auch ganz wichtig: Die Auftauflüssigkeit anschließend wegschütten.
  • Faustregel: 450 Gramm Geflügelfleisch brauchen im Kühlschrank etwa  fünf Stunden zum Auftauen. Wollt ihr zum Beispiel ein ganzes Hähnchen auftauen, dauert das locker 24 Stunden, eher sogar mehr. Gerade vor Feiertagen solltet ihr daran denken, diese Zeit einzuplanen.
  • Wenn das Fleisch fertig aufgetaut ist, sind keine Eiskristalle oder Frost mehr zu sehen. Es ist dann natürlich auch nicht mehr so steif, sondern eher schwammig weich. Bei einem ganzen Hähnchen könnt ihr kontrollieren, ob es komplett aufgetaut ist, indem ihr die Hand in den Hohlraum des Hähnchens legt. Wenn dort noch Eiskristalle vorhanden sind, muss es noch ein Weilchen auftauen.
  • Und zu guter Letzt: Das aufgetaute Geflügelfleisch solltet ihr – wie frisches Geflügelfleisch auch – abwaschen und trocken tupfen. Hände, Arbeitsflächen oder Schneidewerkzeuge sollten wie immer sorgfältig gereinigt werden.

Wenn ihr das Geflügelfleisch richtig aufgetaut habt, steht der Zubereitung nichts mehr im Weg. Für welche Garmethode ihr euch entscheidet, hängt natürlich vom Rezept ab. Hauptsache, ihr beachtet dabei die gängige Küchenhygiene und gart Geflügelfleisch immer vollständig durch. Solltet ihr mehr über die verschiedenen Zubereitungsarten wissen wollen, schaut doch mal in unserem Garmethoden-ABC vorbei.