Egal, ob mittags im Büro oder abends auf der Couch: Manchmal fühlt man sich nach dem Essen schwer und müde. Weil ich das nicht so toll finde und es lieber leicht und beschwingt mag, liebe ich eben Geflügelgerichte. Woran das liegt, möchte ich euch heute kurz erklären.

Weniger Fett – weniger Verdauungsaufwand

Fettreiches Essen wird oft sehr langsam verdaut – das kann tatsächlich bis zu 24 Stunden dauern! Fett wird im Magen nämlich nur „anverdaut“, während die Hauptverarbeitung erst im Darm stattfindet. Die Vorbereitung des Fetts im Magen braucht seine Zeit, fettreiche Speisen werden hier erst mal mit den Verdauungssäften vermischt. Einige Enzyme, die unsere Nahrung aufspalten und für uns verwertbar machen, greifen hier zwar bereits, sodass kurzkettige Fettsäuren, die weniger komplex sind, schon verarbeitet werden können. Der Rest wird aber erst im Dünndarm aufgespalten.

Hähnchen- oder Putenbrust enthalten im Durchschnitt – ohne Haut – gerade mal 3,5 Gramm Fett pro 100 Gramm. Kein Wunder also, dass der Körper da nur wenig mit der Fettverdauung belastet wird. So benötigt das kalorienarme Fleisch keine lange Verweildauer im Magen, es wird viel schneller verdaut. Hinzu kommt, dass Hähnchen, Pute & Co. wertvolle Proteine enthalten. Die kann der menschliche Körper viel besser aufspalten. Die Verdauung beginnt also bereits im Magen und ist dank der vorhandenen Magensäure sehr effektiv.