Während Julia in der Kürbis-Saison schwelgt, freue ich mich, dass es mittlerweile wieder Zeit für Rosenkohl ist. Der schmeckt nämlich ab Oktober – wenn es nachts schon mal gefroren hat – erst so richtig aromatisch. Dank frostiger Nächte ist nämlich der Zuckergehalt im Kohl ein bisschen höher und er schmeckt nicht mehr so bitter. Außerdem ist er dann bekömmlicher. Und das ist genau der richtige Zeitpunkt, um ihn mit Geflügelfleisch zu genießen.

Dafür spricht auch der hohe Vitamin C-Gehalt der grünen Röschen. Der ist mit 115 mg/100 g höher als bei allen anderen Kohlsorten und erleichtert die Aufnahme des wertvollen Eisens aus dem Geflügelfleisch. Darüber hinaus sind – wie auch in Hähnchen & Co. – B-Vitamine und Zink enthalten, also die geballte Ladung gegen Erkältungen.

Wenn ihr euch jetzt mit Hähnchen und Rosenkohl für unser heutiges Rezept eindecken wollt, achtet beim Einkauf einerseits auf die Herkunft des Geflügelfleischs. Die steht auf dem Etikett und natürlich solltet ihr Fleisch aus Deutschland bevorzugen. Für den Rosenkohl gilt: Die Köpfchen sollten fest geschlossen sein, keine gelb verfärbten Außenblätter haben und beim Berühren nicht auf Druck nachgeben.

Gebratenes Carpaccio vom Hähnchen mit Rosenkohl

Ihr braucht

für 4 Personen:

4 Hähnchenbrüste mit Haut
Salz und Pfeffer aus der Mühle
1 EL Butterschmalz
2-3 Zweige Thymian
300 g mehligkochende Kartoffeln
300 g Petersilienwurzel
150 ml Milch

50 g Butter
150 ml Sahne
Muskatnuss
Abrieb einer Zitrone
50 g Speck
350 g frischen Rosenkohl
1 EL hellen Balsamico
75 ml Geflügelbrühe
einige Blätter Petersilie

Und so mache ich es:

Die Hähnchenbrüste mit Salz und Pfeffer würzen und von beiden Seiten in Butterschmalz scharf anbraten. Gebt Thymian hinzu und gart die Hähnchenbrüste im Backofen bei 75 °C etwa 25-30 Minuten.

In der Zwischenzeit könnt ihr die Kartoffeln waschen, schälen, in grobe Stücke schneiden und in einen Dampfeinsatz geben. Den Deckel schließen und die Kartoffeln über dem kochenden Wasserbad 15-20 Minuten weich dämpfen. Schält die Petersilienwurzel, schneidet sie in Würfel und gart sie in Milch etwa 20 Minuten weich. Danach pürieren.

Drückt die Kartoffeln zweimal durch die Presse (oder püriert sie ebenfalls schön fein). Rührt dann das Petersilienwurzelpüree und die restliche Butter unter. Kocht 100 ml Sahne auf, würzt sie mit Salz, frisch geriebener Muskatnuss und Zitronenabrieb und gebt sie ebenfalls unter das Püree. 50 ml Sahne schlagt ihr halbsteif und stellt sie erst mal beiseite – die wird erst kurz vor dem Servieren untergehoben.

Schneidet den Speck in Streifen. Die Rosenkohlblätter vom Strunk zupfen, waschen und trocken schleudern. Den Speck in der Pfanne ohne Öl auslassen und knusprig braten, die Rosenkohlblätter dazugeben. Löscht sie mit Essig und Geflügelbrühe ab. Gart die Rosenkohlblätter 3-4 Minuten in der Brühe, schmeckt mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss ab.

Verteilt das Püree auf Tellern, schneidet die Hähnchenbrüste dünn auf und setzt sie darauf. Verteilt die Rosenkohlblätter darüber, bestreut das Hähnchencarpaccio mit einigen Blättern Petersilie und serviert es .

Nährwerte: Pro Portion ca. 649 kcal, 42 g Fett, 24 g Kohlenhydrate, 43 g Eiweiß
Zubereitungszeit: circa 40 Minuten