Über Spargel – das „Königsgemüse“ – ist schon viel geschrieben worden. Gibt es da eigentlich etwas, was man noch nicht weiß? Ich habe mich mal schlau gemacht und doch noch ein paar Dinge für euch gefunden…

3 Dinge, die ihr vielleicht noch nicht über Spargel wusstet

  • Stichwort „Spargelköpfchen“: Abgesehen davon, dass sie das beste Stück des Spargels sind, habt ihr vielleicht schon mal beobachtet, dass gerade weißer Spargel manchmal blau-violette Köpfchen hat. Wie das passieren kann? Die weißen Stangen wachsen gerade nach oben – allerdings unterirdisch. Sie werden geerntet, bevor das Köpfchen das Sonnenlicht erblickt. Denn die Einwirkung der UV-Strahlen spricht einige der Pflanzeninhaltsstoffe an, die sich dann blau-violett verfärben. Ist der Erntehelfer also nicht schnell genug und die Köpfchen schauen schon aus der Erde heraus, kommt es zur Verfärbung. Das ist übrigens nicht schlimm – die Qualität beeinträchtigt das nämlich nicht.
  • Stichwort „Spargelherkunft“: Der heimische Spargel ist besonders begehrt. Schließlich kann er erntefrisch – und damit am leckersten – verspeist werden. Für Geflügelfleisch gilt übrigens auch, dass man am besten das aus Deutschland verspeist. Ihr erkennt es an den „D“s auf dem Etikett – die garantieren, dass die Tiere in Deutschland geschlüpft, aufgezogen und verarbeitet wurden und somit hohen Standards bei der Produktion unterliegen.
  • Stichwort „Spargelsaison“: Die Zeit, heimischen Spargel zu genießen, ist kurz. Wer sie verlängern und Spargel einfrieren möchte, sollte dabei folgendes beachten: Besser nicht blanchieren, sondern die zarten Stangen geschält und geputzt einfrieren. Eingefrorener Spargel hält gut sechs Monate. Danach nicht auftauen lassen, sondern direkt zum Kochen in heißes Wasser geben, so bleiben Aroma und Bissfestigkeit am besten erhalten. Zum Glück hat Geflügelfleisch immer Saison. Wenn ihr aber doch mal welches eingefroren habt, beachtet unsere Tipps zum richtigen Auftauen. Im Gegensatz zum Spargel muss Geflügelfleisch nämlich immer komplett aufgetaut sein, damit es gleichmäßig durchgaren kann.

Und wer jetzt Lust auf ein leckeres Gericht mit frischem Spargel und ganz zartem Pulled Chicken hat, der sollte einfach mal dieses Rezept probieren:

Pulled Chicken Salat mit Spargel und Bohnen

Ihr braucht

für 4 Personen:

4 Hähnchenkeulen
70 ml BBQ-Ketchup
1 EL Honig
1 TL Rauchsalz
2 TL Paprikapulver, edelsüß
200 ml Geflügelfond (Glas)
1 Bund Radieschen
300 g Saubohnen

16 Stangen grünen Spargel
½ Bund Dill
½ Bund Minze
2 EL Balsamico Bianco
½ TL Dijonsenf
6 EL Olivenöl
4 EL Sahne
Pfeffer aus der Mühle

Und so geht’s:

Für die Marinade mischt ihr BBQ-Ketchup mit Honig, Rauchsalz und Paprikapulver. Legt die Hähnchenkeulen in einen großen Bräter und pinselt sie mit einem Teil der Marinade ein. Geflügelfond angießen. Fleisch auf der mittleren Schiene im Backofen 1,5 Stunden bei 120 °C schmoren. Währenddessen immer wieder mit Marinade einpinseln.

Zupft die Hähnchenkeulen noch warm in Stücke und löst das Fleisch von den Knochen. Mischt das gezupfte Fleisch mit dem Bratfond und der restlichen Marinade und lasst es bei Zimmertemperatur ziehen.

Schneidet die Radieschen in Scheiben. Die Saubohnen werden 4 Minuten gekocht, in einem Sieb abgeschreckt und geschält. Schält die untere Hälfte der Spargelstangen und entfernt holzige Enden. Spargel 5 bis 8 Minuten in reichlich kochendem Salzwasser bissfest blanchieren, kalt abschrecken und in Stücke schneiden.

Für das Dressing wascht ihr die Kräuter und hackt die Blätter. Mischt sie mit Balsamico, Senf, Olivenöl, Sahne, Salz und Pfeffer. Die Hälfte des Dressings vermischt ihr mit Radieschen, Bohnen und Spargel und verteilt den Salat auf Tellern. Legt das Pulled Chicken darauf und träufelt das restliche Dressing darüber.

Nährwerte: Pro Portion ca. 957 kcal, 67 g Fett, 29 g Kohlenhydrate, 55 g Eiweiß
Zubereitungszeit: circa 120 Minuten