Eine ganze Pute ist DER Festtagsklassiker schlechthin! In den USA gibt es den Putenbraten in der Regel zu Thanksgiving, das ja diese Woche gefeiert wird. Neben der Glasur für die besondere Knusperhaut ist vor allem die originelle Füllung des Thanksgiving Truthahns ausschlaggebend für den stilechten Genuss. Schließlich sind Füllungen Aromageber und tolle Beilagen zugleich.

Im heutigen Beitrag möchten wir euch ein bisschen mehr über die leckere Füllung – oder wie sie in Amerika genannt wird: das „Stuffing“ – erzählen: Welche Zutaten sind beliebt, wie wird gefüllt? Und dafür braucht es auch nicht immer gleich eine ganze Pute. Denn: Gefüllte Putenkeulen schmecken auch ganz hervorragend zu Thanksgiving! Wie das geht, erklären wir euch unten.

Warum überhaupt füllen?

Ganz einfach: Die Füllung liefert Aroma. Denn wenn die Zutaten mit dem Fleisch gemeinsam garen, nimmt das Fleisch Aromen aus Gemüse & Co. auf. Zudem bleibt der Braten dank austretender Gemüsesäfte besonders saftig.
Wer den Putenbraten lieber ungefüllt in den Ofen schiebt, spart damit ein bisschen Garzeit – verzichtet aber auch auf Freude & Spaß beim Zubereiten. 😉 Für mehr Aroma kann man natürlich statt einer richtigen Füllung einfach ein paar Zutaten lose in den Braten legen – zum Beispiel Kräuter oder Zitronen. Die geben dann aber keine richtige Beilage her. Dafür kann man dann auf die vielen traditionellen „Sides“ zurückgreifen: Gratinierte Süßkartoffeln, Kürbispüree, Kartoffelstampf, Erbsen oder Bohnen sowie Saucen auf Cranberry- und Orangenbasis stehen da ganz oben auf der Liste.

Lecker füllen: das Stuffing

Die Füllung ist im wahrsten Sinne des Wortes das Herzstück des Bratens. Traditionelle Rezepte gibt es viele – oft werden sie innerhalb der Familie von Generation zu Generation weitergereicht: Neben Reis-, Brot- und Maisbrot-Füllungen sind Pilze, Kastanien und Kürbisse beliebt. Für mehr Biss sorgen Wal- oder Pecannüsse. Herzhafte Varianten beinhalten Bacon, fruchtige Cranberries, Äpfel oder Birnen. Unsere Festtagspute zum Beispiel schmeckt dank der Apfel-Füllung knackig-frisch. Bei so vielen leckeren Zutaten ist es kein Wunder, dass die Füllung nicht nur dem Aroma des Bratens dient, sondern auch als beliebte Beilage zum Fleisch verzehrt wird.

Vorsichtig füllen

Ob würzig oder süß – wenn man die Technik einmal beherrscht, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Und so einfach geht’s:

  • Füllung vorbereiten
  • die erwählte Füllung löffelweise in die Bauchhöhle geben
  • Füllung sollte locker darin liegen und nicht gepresst werden, damit der Braten nicht versehentlich platzt
  • Bauchöffnung verschließen, damit die Füllung nicht beim Braten herausplumpst. Am leichtesten klappt das mit Holzspießen und Küchengarn: Einfach die Haut zusammenziehen, mit Zahnstochern fixieren und mit Garn umwickeln und verknoten, sodass es hält. Oder ihr dressiert die Pute ganz einfach.

Wem eine ganze Pute zu viel ist, der sollte unbedingt mal Putenkeulen füllen. Da wird die Füllung dünn auf einem Stück Putenkeulenfleisch verstrichen. Dann rollt man das Fleisch wie eine Roulade zusammen. Das passende Rezept dazu gibt es hier: Putenkeulenbraten mit Kastanien-Brotfülllung zu Kartoffel-Käsestampf, geröstetem Gemüse und Cranberry-Orangensauce.

 

Wenn ihr noch mehr über die unterschiedlichen Zubereitungsmöglichkeiten erfahren wollt, schaut doch mal in unser Garmethoden-ABC.