Jetzt haben wir schon so viel über Thanksgiving gesprochen – heute schauen wir uns den Star des beliebten amerikanischen Feiertags mal genauer an. Die Rede ist vom Truthahn – beziehungsweise von der Pute, denn so wird der Vogel ebenfalls genannt.

Die Pute kommt tatsächlich ursprünglich aus Amerika und wurde durch die Spanier von dort nach Europa gebracht. Wusstet ihr, dass das zarte Putenfleisch in keinem anderen Land der Welt – nach den USA natürlich 🙂 – so beliebt ist wie in Deutschland?

Pute oder Truthahn – Brust oder Keule?

Pute und Truthahn werden tatsächlich synonym verwendet. Fun fact: Pute ist eher norddeutsch, im Süden sagt man lieber Truthahn.

Besonders interessant: Die Pute ist das einzige Geflügel, das zwei Fleischsorten bietet. Einerseits das helle, milde Fleisch der Putenbrust und andererseits das dunklere, kräftige Keulenfleisch. Die beiden Fleischarten unterscheiden sich aber nicht nur im Geschmack voneinander, sondern auch bei der Zusammensetzung: Während die Brust mehr Eiweiß enthält, steckt in der Keule etwas mehr vom Aromageber Fett. Deshalb schmecken die Keulen auch etwas kräftiger. Der höhere Fettgehalt in den Keulen kommt aber vor allem durch mehr ungesättigte – also gute – Fettsäuren zustande, sodass die zwei Gramm mehr Fett hier sogar noch Vorteile haben. Außerdem sind die Mineralstoffe Eisen und Zink sowie die Vitamine B1 und B2 in der Keule beinahe doppelt so stark vertreten. Die Brust weist dafür mehr vom Vitamin B12 auf.

Als Putenbrust wird dabei die vom Brustbein ausgelöste Brustmuskulatur bezeichnet. Sie besteht aus einem Hauptmuskel und einem kleineren Muskel, der als Putenfilet bezeichnet wird. Die Putenkeule besteht aus der Ober- und der Unterkeule. Beide eignen sich hervorragend zum Schmoren, Grillen oder Braten. Das ausgelöste Fleisch der Oberkeule lässt sich zu einem deftigen Rollbraten verarbeiten oder als kleinere Stücke für zarte Spieße, Gulasch oder Ragout verwenden.

Putenfleisch – Beitrag für eine ausgewogene Ernährung

Abwechslungsreiche Gerichte mit vielen wichtigen Nährstoffen sind der Schlüssel zu einer ausgewogenen Ernährung. Was für ein Glück, dass Putenfleisch so vielseitig einsetzbar ist und zudem noch so viele ernährungsphysiologische Vorteile mitbringt:

  • Für Sportsfreunde: Putenfleisch liefert eine ordentliche Portion Eiweiß – um genau zu sein 22 Gramm Protein pro 100 Gramm Fleisch.
  • Muskelwachstum: Vor allem die Eiweißbausteine Arginin, Histidin und Methionin sorgen dafür, dass die Muckis wachsen. Sie machen einen beachtlichen Anteil der Aminosäuren im Geflügelprotein aus.
  • Starke Nerven: Wertvolle B-Vitamine sorgen für einen funktionierenden Stoffwechsel und für gesunde Nerven.
  • Lebenswichtig: Vitamin B12 kommt nur in tierischen Lebensmitteln vor und muss dem menschlichen Körper über die Nahrung zugeführt werden – zum Beispiel über Putenfleisch. Es sorgt unter anderem für eine störungsfreie Reizleitung und stellt sicher, dass wir uns bewegen können.
  • Aktivierte Abwehrkräfte: Die Mineralstoffe Eisen, Kalium und Zink spielen die verschiedensten Rollen in Stoffwechsel und Immunsystem und sorgen für reibungslose Abläufe im Körper.
  • Und das Beste: Mit unschlagbaren 7 Gramm Fett auf 100 Gramm und gerade mal 151 Kalorien ist Putenfleisch ein wirklich leichter Leckerbissen, der einen wertvollen Beitrag für eine ausgewogene Ernährung leistet.